Samstag, 20. August 2011

FilmSchauPlätze NRW 2011: Velen

„Goethe!“ an der Fasanerie im Tiergarten Velen

Am Freitag, 19. August 2011 war die Fasanerie im Tiergarten Velen der erste FilmSchauPlatz in diesem Jahr. Die Film- und Me­dien­stif­tung NRW zeigt 2011 zum 14. Mal traditionell „umsonst und draußen“ an sechs verschiedenen Orten sechs verschiedene, auf die Location abgestimmte Spielfilme.

Katholische Pfarrkirche St. Andreas

Da vor Beginn des Rahmenprogramms noch ein wenig Zeit war, habe ich diese für einen Ortsrundgang durch Velen genutzt, wobei sich der Orstkern der Gemeinde im westlichen Münsterland zum Schützenfest geschmückt präsentiert.

Ehemaliges Pastorat (Pfarrhaus)


Wasserschloss Velen


Wasserschloss Velen


Orangerie


Alte Försterei


Gänsemarktbrunnen


Haus Notz


Villa Ellinghaus


Ackerbürgerhaus „Haus Schulten“


Landsberg´sche Zentralverwaltung


Schlossmühle Velen am Thesingbach


Landschaftspark Velener Tiergarten


Forsthaus im Tiergarten


Fasanerie

1755 entwarf Johann Conrad Schlaun für das freiherrliche Haus die Fasanerie als einstöckigen Backsteinbau, die nach Anna Theresia von Velen auch „Theresienlust“ genannt wurde. Durch deren Heirat mit Clemens August von Landsberg wurde 1756 die Familie von Landsberg-Velen begründet. Somit bildete der Bau der Fasanerie im 18. Jahrhundert auch den zeitlichen Rahmen für den von der Film- und Me­dien­stif­tung NRW augewählten Spielfilm „Goethe!“.

aufblasbare Leinwand

Das Rahmenprogramm – vom GiG-Marketing Velen Ramsdorf e. V. und Mitarbeitern des SportSchloss Velen zusammengestellt und von der Thematik auf „Goethe!“ abgestimmt – bot beispielsweise Schattenmalerei an, die auch in einer Szene im Spielfilm gezeigt wird.

Schattenmalerei

In der Fasanerie wurden die Besucher von Satiriker Winfried Rathke bei Lesungen aus seinen humorvoll geschriebenen Werken unterhalten.

Lesung des Satirikers Winfried Rathke

Im Freien wurde die Wartezeit bis zum Filmbeginn musikalisch vom „Duo Nemiga“ aus Minsk mit Klassik und russischen Romanzen musikalisch untermalt.

Musikalische Untermalung im Rahmenprogramm: „Duo Nemiga“ aus Minsk

Als Kurzfilm werden in diesem Jahr Animations- und Trickfilme des heimischen Filmnachwuchses präsentiert, in Velen wurde „Prinz Ratte“ von Albert Radl gezeigt, der persönlich mit dem „Hauptdarsteller“ seines Films angereist war.

Open-Air-Kino vor der Fasanerie

Der deutsche Spielfilm „Goethe!“ in der Regie von Philipp Stölzl schildert den Sommer 1772 im Leben von Johann Wolfgang von Goethe (* 28. August 1749 in Frankfurt am Main, † 22. März 1832 in Weimar) in seiner „Sturm-und-Drang“-Phase. In diesem Sommer verliebte er sich unglücklich in Lotte Buff, die jedoch seinem Vorgesetzten Albert Kestner versprochen ist. Im Kerker verarbeitet er diese Episode seines Lebens in seinem Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers“, den Lotte Buff ohne sein Wissen veröffentlichen lässt und ihm zum Durchbruch als Dichter verhilft. Im Film mischen sich reale Erlebnisse Goethes und die Liebesgeschichte der Romanfigur Werthers, Charlotte Buff (* 11. Januar 1753 in Wetzlar, † 16. Januar 1828 in Hannover) war das Vorbild der Lotte in Johann Wolfgang von Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“. Die Titelrolle des jungen Johann Wolfgang von Goethe wird von Alexander Fehling gespielt; in den Rollen der Charlotte Buff und Albert Kestner sind Miriam Stein und Moritz Bleibtreu zu sehen. In weiteren Rollen sind Volker Bruch als Jerusalem, Burghart Klaussner als Charlottes Vater und Henry Hübchen als Johanns Vater zu sehen. Der Film wurde von der Deutschen Film- und Medienbewertung als „besonders wertvoll“ eingestuft.

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