Samstag, 2. Juli 2011

Tag der Architektur 2011

Ein Leitprojekt der Initiative „StadtBauKultur NRW“

„Haus der Architekten“ im Medienhafen Düsseldorf

Der Tag der Architektur bietet die Möglichkeit, neue Wohnhäuser und öffentliche Bauwerke, Bürobauten und Produktionsstätten, Grünanlagen und Gärten, Quartiere und Plätze kennen zu lernen und einen Blick hinter die Gebäudefassaden zu werfen. Am 2. und 3. Juli 2011 findet der Tag der Architektur in Nordrhein-Westfalen bereits zum 16. Mal statt.

Verbindungsbau zwischen Apostel- und Notkirche

Apostelkirche

Innenarchitektin Ulrike Schulschenk und Architektin Alexandra Hartwich (Büro Schulschenk, Essen) haben das Verbindungsgebäude zwischen der Apostelkirche und der Notkirche an der Mülheimer Straße für die evangelische Kirchengemeinde Essen-Frohnhausen als gläsernes Forum und attraktiven, einladenden Eingangsbereich für beide Kirchen – Apostelkirche und Apostel-Notkirche – entworfen, das am 31. Oktober 2009 eingeweiht wurde.

„Forum“ Apostelzentrum und Notkirche

Seit Juni 2010 befindet sich darin das Café „Forum“, welches dienstags bis samstags von 9 bis 14 Uhr geöffnet ist.

Café „Forum“


Apostel-Notkirche


Sanierung Bertha-Krupp-Realschule in Essen-Frohnhausen

Bertha-Krupp-Schule

Architekt Christofer Allerkamp (Allerkamp Architekten GmbH, Essen) hat für die Stadt Essen die Fassadensanierung der Bertha-Krupp-Schule an der Kerhoffstraße entworfen. Das baufällige Treppenhaus des 1961 eingeweihten Realschulgebäudes wurde mit einer transparenten Pfosten-Riegel-Fassade saniert, für die Fassaden wurde eine hinterlüftete Faserzementkonstruktion entwickelt, die gleichzeitig einen besonderen Farbakzent setzt.

Bertha-Krupp-Schule

Das Gesamtkonzept gestattet die Sanierung in Abschnitten und kann später entsprechend ergänzt werden.

Bertha-Krupp-Schule


Umbau und Nutzungsänderung des Finanzamtes zum Beginenhof

Das Backsteingebäude in der Goethestraße/Ecke Krawehlstraße wurde in den Jahren 1927 bis 1928 für das Finanzamt Essen-Süd errichtet, der leicht konkav ausgebildete Eingangsbereich und das dahinterliegende zentrale Treppenhaus stehen seit 1996 unter Denkmalschutz, 2004 zog das Finanzamt in das neu errichtete Gebäude an der Altendorfer Straße um. Herbert Köhnemann und Gabriele Ruess (Architekt Dipl.-Ing. Herbert Köhnemann, Unna) haben das Gebäude erworben und zu einem „Beginenhof“ mit 24 Mietwohnungen, zwei Wohngruppen mit insgesamt 14 Apartments zum betreuten Wohnen, 10 Büro- und Praxisräume und Café umgebaut.

„Beginenhof“ in Essen-Rüttenscheid

Angehörige einer Gemeinschaft christlicher Laien wurden ab dem 13. Jahrhundert als Beginen (weibliche Mitglieder) und Begarden (männliche Mitglieder) bezeichnet. Moderne „Beginenhöfe“ betonen insbesondere den Aspekt des selbstbestimmten Zusammenlebens in Frauengemeinschaften.

„Beginenhof“ in Essen-Rüttenscheid

Die Stirnwand des zentralen Treppenhauses ziert ein Mosaikfenster von Georg Meistermann (* 16. Juni 1911 in Solingen, † 12. Juni 1990 in Köln), der über eintausend Glasfenster an rund 250 Orten in Europa schuf.

Mosaikfenster von Georg Meistermann

In den Räumen des Cafés betreibt Bianca Rothmann das einmalige Restaurant „Einmahlig“.

Restaurant „Einmahlig“


Neugestaltung des Edmund-Körner-Platzes

„Alte Synagoge“ und Altkatholische Friedenskirche im
Oktober 2010


Im Zuge der Umgestaltung der „Alten Synagoge“ zu einem „Haus jüdischer Kultur“ wurde auch der Edmund-Körner-Platz zwischen „Alter Synagoge“ und Altkatholischer Friedenskirche als offener Platz neu gestaltet, wodurch „Alte Synagoge“, Friedenskirche und Jahrhundertbrunnen wieder als Ensemble wahrnehmbar sind. Die Landschaftsarchitektinnen Christine Wolf und Rebekka Junge (wbp Landschaftarchitekten GmbH, Bochum) griffen bei ihrem Entwurf die historische Situation vor 1945 auf.

Edmund-Körner-Platz

Am Abend akzentuiert ein spezielles Beleuchtungskonzept den Platz, die Sitzblöcke sollen durch eine LED-Beleuchtung hervorgehoben werden. Aber nicht einmal ein Jahr nach Eröffnung des „Hauses jüdischer Kultur“ am 13. Juli 2010 funktioniert die LED-Beleuchtung nicht mehr, obwohl sie besonders langlebig sein sollte.

Edmund-Körner-Platz


Büros zum Wohlfühlen und Schweben: LOFToffice und SCIENCEoffice der FOM

SCIENCEoffice der FOM

Bereits 2007 wurde für die Mitarbeiter der FOM Hochschule für Oekonomie & Management im Essener Nordviertel aus einer ehemaligen Gewerbehalle vom Büro Koschany + Zimmer Architekten KZA GmbH, Essen das LOFToffice geschaffen. Dazu wurde die Halle vollständig entkernt, saniert und mit einem begrünten Innenhof versehen.


LOFToffice der FOM

Um den Innenhof gruppieren sich bodentief verglaste Einzel- und Gruppenbüros, die von KZA als „Lebensraum Büro“ geplant wurden.

LOFToffice der FOM

Als die FOM aufgrund des erhöhten Raumbedarfs eine Erweiterung auf dem vorhandenen Areal wünschte, wählte Architekt Wolfgang Zimmer (Koschany + Zimmer Architekten KZA GmbH, Essen), um vorhandenen Parkraum zu erhalten, einen aufgeständerten, zweigeschossigen Baukörper für den Erweiterungsbau.

SCIENCEoffice der FOM

Das SCIENCEoffice ist auf den beiden Längsseiten vollständig verglast, wodurch es Transparenz und Helligkeit erhält.

SCIENCEoffice der FOM

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