Freitag, 8. Juli 2011

Osnabrück

Stadt des Westfälischen Friedens

Rathaus des westfälischen Friedens und Stadtwaage

Osnabrück geht auf die Gründung eines Bischofssitzes an einem Knotenpunkt alter Handelsstraßen durch Karl den Großen im Jahr 780 zurück, der zu der Zeit König des Fränkischen Reiches war. 1648 wurde in Münster und Osnabrück der Westfälische Friede ausgehandelt und besiegelt, der sowohl den Dreißigjährigen Krieg in Deutschland als auch den Achtzigjährigen Unabhängigkeitskrieg der Niederlande beendete. Osnabrück nennt sich daher auch Friedensstadt, die Rathäuser beider Städte werden als Rathaus des westfälischen Friedens bezeichnet. Das historische Rathaus in Osnabrück wurde zwischen 1487 und 1512 im spätgotischen Stil erbaut und im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt. Zur 300-Jahr-Feier des Westfälischen Friedens wurde das wieder aufgebaute Gebäude am 24. Oktober 1948 wieder seiner ursprünglichen Bestimmung übergeben.

Stadtwaage

Historisches Rathaus, ehemalige Stadtwaage (1532 erbaut) und die Pfarrkirche St. Marien bilden eine architektonische Einheit am Marktplatz. Die heutige gotische Hallenkirche geht im Wesentlichen auf das 14. Jahrhundert zurück, die Bautätigkeit an der Kirche fand um 1430/40 ein vorläufiges Ende.

Pfarr- und Marktkirche St. Marien


Marktplatz

Der Bürgerbrunnen von Hans Gerd Ruwe (* 17. Februar 1926 in Osnabrück, † 22. Januar 1995 in Osnabrück) wurde kurz vor seinem Tod vollendet. Der Brunnen wurde von den Bürgern bezahlt, was ihm seinen Namen einbrachte, und soll die Geschichte Osnabrücks versinnbildlichen.

Bürgerbrunnen von Hans Gerd Ruwe

Das Fachwerkgebäude in der Bierstraße 24 ließ Gerichtsvogt Gerdt Heindrich Meuschen im Jahr 1690 errichten. Zunächst trug der Gasthof den Namen Ratsschänke, erst später wurde es in Walhalla umbenannt.

Hotel Walhalla


Fachwerkhäuser in der Marienstraße

Das Fachwerkhaus in der Marienstraße 18 wurde 1692 in Bramsche bei Osnabrück gebaut. Das Dreiständerhaus wurde in Osnabrück wieder aufgebaut und beherbergt das Weinlokal & Restaurant Weinkrüger.

Fachwerkhäuser in der Marienstraße

Das älteste, im Jahre 1533 erbaute Bürgerhaus Osnabrücks steht in der Krahnstraße 4. „Müh´ und Arbeit sind umsunst, so Du nicht hast auch Gottes Gunst“ steht auf seiner Fassade. Heute ist es Sitz der Bäckerei und Konditorei Läer.

Bürgerhaus in der Krahnstraße 4

Das 1586 erbaute Haus Willmann ist eines der letzten repräsentativen Fachwerkhäuser der Stadt.

Haus Willmann, Krahnstraße 7


Dom St. Peter

Der erste Dom des Bistums Osnabrück wurde 785 geweiht. Die heutige Kirche wurde 1218 bis 1277 im spätromanischen Stil errichtet. Das bronzene Taufbecken von 1220 und das Triumpfkreuz von 1230 zählen zu den ältesten Ausstattungsstücken des Doms.

Dom St. Peter, Langhaus


Dom St. Peter, Taufbecken



Dom St. Peter, Kreuzgang


Dom St. Peter

Das Jugendstil-Theater am Domhof wurde 1905 bis 1909 errichtet, es wurde am 29. September 1909 mit dem Drama „Julius Cäsar“ von William Shakespeare eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude schwer beschädigt, 1949/50 wieder aufgebaut und am 9. September 1950 mit „Über allem Zauber Liebe“ von Pedro Calderón de la Barca eröffnet.

Theater am Domhof

Das zweigeschossige Traufenhaus in der Großen Straße 43 wurde 1768 im Auftrag des ehemaligen Bürgermeisters Dr. Berghoff erbaut. Es ist eines der wenigen erhaltenen historischen Bürgerhäuser in Osnabrück.

Haus Berghoff, Große Straße 43

Das Schloss wurde 1667 bis 1673 im Stil des Barock als Residenz des protestantischen Osnabrücker Fürstbischofs Ernst August I. von Braunschweig-Lüneburg und seiner Frau Sophie von der Pfalz errichtet. Nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde es nach Kriegsende wieder aufgebaut. Seit 1974 befindet sich die Verwaltung der Universität Osnabrück im Schloss.

Schloss


Ledenhof mit Steinwerk (links), Palas (Mitte) und Treppenturm (rechts)


Bucksturm


Heger Tor


Alter Stadtbefestigungsturm Bürgergehorsam

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