Sonntag, 24. Juli 2011

Loveparade 2010 – Ein Jahr danach

Alles im Fluss

Am 24. Juli 2010 kam es im Zugangsbereich zum Veranstaltungsgelände der Loveparade auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs in Duisburg zu einem Gedränge unter den Besuchern, bei dem 21 Menschen starben und über 500 Besucher verletzt wurden. Die Medien berichteten ausführlich von dem Unglück. Auch ein Jahr nach dem Unglück sind längst nicht alle Details geklärt, ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft soll diese klären.

Mahnmal von Gerhard Losemann

Am 26. Juni 2011 wurde an der Ostseite des Tunnels Karl-Lehr-Straße ein Mahnmal für die Toten eingeweiht. Der Entwurf von Gerhard Losemann besteht aus einer Stahltafel, vor der 21 umstürzende Vierkantrohre angeordnet sind. Auf der Rückseite der 3,45 Meter hohen Stahltafel sind auf einer Glastafel die Namen der 21 Menschen aufgeführt, die bei dem Unglück ums Leben kamen. Das Mahnmal wurde von ThyssenKrupp Steel Europe gestiftet und in den Ausbildungswerkstätten am Standort Duisburg-Hamborn umgesetzt.

Mahnmal von Gerhard Losemann

Lukas Loss (* September 1986 in Duisburg) hat für den Tunnel schemenhafte Menschenumrisse zur Erinnerung an das Unglück vorgeschlagen, die dicht gedrängt aneinander stehen. Sein Vorschlag wurde vom Opferverein Never Forget e. V. aber nicht in allen Details seinen Wünschen gemäß umgesetzt, weshalb er sich von dem fertigen Produkt distanziert hat.

„Reverse Graffiti“ im so genannten „Gelben Bogen“

An der Hauptrampe zum Gelände des alten Güterbahnhofs – dem eigentlichen Unglücksort – werden auch ein Jahr nach der Katastrophe zum Gedenken an die Opfer Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet. Bisher ist der Erhalt dieser Gedenkstätte nicht geklärt, auf dem Gelände der so genannten „Duisburger Freiheit“ ist die Ansiedlung eines Möbelhauses geplant und die Bebauungspläne sahen bereits das Zuschütten der Rampe vor.

Rampe an der Karl-Lehr-Straße