Dienstag, 26. Juli 2011

Bad Gandersheim

Roswithastadt mit Tradition

Stiftskirche

852 gründeten Sachsenherzog Liudolf und seine Frau Oda das Kanonissenstift in Brunshausen, der Baubeginn der ersten Stiftskirche ist auf das Jahr 856 datiert. Die Kirche wurde erstmals am 1. November 881 von Bischof Wigbert geweiht. Vor dem Westportal finden seit 1959 im Sommer die Vorstellungen der Gandersheimer Domfestspiele statt.

Stiftskirche

Die Dichterin Hrotsvit (Roswitha) von Gandersheim war Kanonissin des Stiftes Gandersheim, sie lebte im 10. Jahrhundert. Der Roswitha-Preis ist der älteste deutschsprachige Literaturpreis, der seit 1973 ausschließlich an Schriftstellerinnen vergeben wird. Die beste Künstlerin aus dem jeweiligen Ensemble der Domfestspiele erhält den Roswitha-Ring, eine ebenfalls nach der Dichterin benannte Ehrung.

Rathaus

Das historische Rathaus ist nach einem Brand im Jahr 1580 aus dem Turm und Ostflügel der mittelalerlichen Moritzkirche und dem Westflügel des ersten, aus dem 14. Jahrhundert stammenden Rathauses im Stil der Weserrenaissance entstanden.

Rathaus

Im ausgebauten Dachgeschoss befindet sich das Museum der Stadt Bad Gandersheim, im Turm ist noch heute das „Wächterstübchen“ erhalten.

Glocke im Rathausturm

Das Fachwerkhaus „Am Bracken“ aus dem Jahr 1473 ist eines der ältesten niedersächsischen Fachwerkhäuser mit reichem Schnitzwerk.

Fachwerkhaus „Am Bracken“


Marktplatz mit Stiftskirche


Marktplatz

Die ehemalige Abtei im Stil der Weserrenaissance wurde nach dem Stadtbrand von 1597 wieder aufgebaut. Die im Untergeschoss befindliche romanische Marienkapelle war früher die Privatkapelle der Äbtissinen.

Abtei des 852 gegründeten Stiftes Gandersheim

Um gegenüber dem Stift Macht und Einfluss zu demonstrieren, errichteten die Herzöge von Braunschweig im 13. Jahrhundert eine Wasserburg mit Hauptzugang über die Gande. Seit 1859 befindet sich im Herrenhaus der Burg das kleinste Amtsgericht Niedersachsens.

Burg der Braunschweiger Herzöge, heute Amtsgericht

Die St. Georgskirche war im Mittelalter die einzige Pfarrkirche der Stadt und befand sich zu dieser Zeit außerhalb der Stadtmauern.

St. Georgskirche


Nächtlich beleuchtete St. Georgskirche

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