Samstag, 18. Juni 2011

Kulturpfadfest Essen

Klangpromenade

Pflasterstein zur Markierung des Kulturpfads

Am Freitag, 17. Juni 2011 fand entlang der blau leuchtenden Steine des Kulturpfades der Stadt Essen das diesjährige Kulturpfadfest unter dem Motto „Klangpromenade“ statt. Der Essener Kulturpfad ist ein etwa vier Kilometer langer Fußweg, der Kulturstätten und Kunstobjekte in der Essener Innenstadt und im Südviertel miteinander verbindet. Bereits zum zehnten Mal veranstaltete das Kulturbüro der Stadt Essen gemeinsam mit den Kulturinstituten am Essener Kulturpfad in diesem Jahr am Freitag mit der kürzesten Nacht das „Fest der Blauen Steine“. 372 mit blauen Leuchtdioden bestückte Pflastersteine, die speziell für den Essener Kulturpfad entwickelt wurden, markieren den Weg vom Museum Folkwang bis zur Marktkirche. An unterschiedlichen Spielorten entlang des Kulturpfades kann man die meist halbstündigen Konzerte, Performances, Walking-Acts, Pantomime u. a. erleben. Dabei ist die Entfernung zwischen dem südlichsten Spielort, dem Museum Folkwang, und dem Forum Kunst und Architektur im Norden jedoch nicht unerheblich, so dass man gezwungen ist, eine gewisse Auswahl zwischen den beinahe 80 Programmpunkten zu treffen, keine leichte Wahl. Leider spielte das launenhafte „April-Wetter“ nicht so ganz mit, für die Open-Air Events hätte der ein oder andere Schauer auch ausbleiben dürfen.

Volkshochschule am Burgplatz

Die Volkshochschule Essen präsentierte auf dem Burgplatz vor der Volkshochschule und im Gebäude selbst ein abwechslungsreiches Programm, teilweise aus den eigenen Kursangeboten zusammengestellt.

Indischer Tanz mit Durga Arya

Durga Arya leitet an der Volkshochschule einen Kurs zum indischen Tanz, der Elemente aus Bollywood und Folk mit einbezieht. Zusammen mit Kursteilnehmern präsentierte sie diese Tänze auf der Bühne auf dem Burgplatz.

„Ozeanische Herzkammern“ von Roger Rigorth


Afrikanisches Trommeln mit Kofi Saa-Korsah und Mammadou Camara

Kofi Saa-Korsah ist in Ghana aufgewachsen, Mammadou Camara in Guinea, Westafrika. Zusammen mit Teilnehmern ihrer Trommel-Kurse präsentierten sie mitreißende Rhythmen in der Galerie im Erdgeschoss der Volkshochschule, wo augenblich auch die „Ozeanische Herzkammern“, Skulpturen des Holzbidhauers Roger Rigorth (* 1965 in Saanen, Schweiz) ausgestellt sind.

spontaner „Trommel-Workshop“


Stadtgarten: Philharmonie-Terasse

Vandalismus am „Steinhaus“ von Ulrich Rückriem

Die Skulpturen im Stadtgarten am Aalto-Theater und der Philharmonie Essen wurden von Künstlern wie Ulrich Rückriem, Thomas Schütte, Klaus Simon u. a. geschaffen und sind als „Kunst im öffentlichen Raum“ jederzeit zugänglich. Das hat in letzter Zeit offensichtlich Vandalen – anders kann man es nicht bezeichnen, das hat nicht das Geringste mit Kunst zu tun – auf den Plan gerufen, die das „Steinhaus“ von Ulrich Rückriem unwiderruflich zerstört haben. Die Oberfläche des Anröchter Steins ist derartig porös, dass es unmöglich ist, die Graffiti wieder restlos zu entfernen.

„Ballhaus“: Verena Guido, Bernd Keul, Adrian Ils und Martin Kübert

Verena Guido (Gesang, Akkordeon, Geige, Gitarre, Perkussion), Adrian Ils (Gesang, Akkordeon, Gitarre, Mandoline, Perkussion), Martin Kübert (Piano, Bratsche) und Bernd Keul (Kontrabass, E-Bass) treten unter dem Namen „Ballhaus“ auf und präsentieren vor allem eigene Lieder, aber auch eigene Bearbeitungen von Songs der jiddischen oder Sinti- und Roma-Tradition.

Bernd Keul, Kontrabass, vor den „Großen Geistern“ von Thomas Schütte


Verena Guido, Akkordeon & Gesang, vor den „Großen Geistern“ von Thomas Schütte

Als Abschluss des Programms auf der Philharmonie-Terasse sollten die Kölner „Drums Off Chaos“ auf das Bläserquartett „Talking Horns“ treffen. Doch daraus wurde leider nichts, und so präsentierten Achim Fink, Andreas Gilgenberg, Stephan Schulze und Bernd Winterschladen ohne jegliche Rhythmusinstrumente einen Ausschnitt aus ihrem Repertoire.

„Talking Horns“: Achim Fink, Andreas Gilgenberg, Stephan Schulze und Bernd Winterschladen


Salzmarkt

„Drums Off Chaos“

Das Trommler-Ensemble „Drums Off Chaos“ (Jaki Liebezeit, Reiner Linke, Maf Retter, Manos Tsangaris und Olek Gelba) wurde Anfang der 1980er Jahre in Köln gegründet. Der Sound der Gruppe entsteht durch das dynamische Spiel mit elementaren Rhythmuscodes.

Charlotte Kath, Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste

Der Studiengang Physical Theatre an der Folkwang Universität der Künste ist aus der Tradition des Mimischen Theaters hervorgegangen. Die Folkwang Universität ist mit dem 1965 von Bettina Falkenberg und Günter Titt gegründeten Studiengang bis heute die einzige staatliche Ausbildungsstätte, die Physical Theatre anbietet. Die Studierenden gaben mit Minidramen, Bewegungskompositionen oder Tanzjonglagen Einblick in die vielfältigen Erzählweisen über Körper, Bewegungen und Gesten.

Studierende im Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste


Hinnerk Schichta, Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste

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