Donnerstag, 12. Mai 2011

Versprochen ist versprochen …

Der „Platz des europäischen Versprechens“ in Bochum

Christuskirche in Bochum

Im Kulturhaupstadtjahr 2010 sollte auf dem Platz vor der Christuskirche in Bochum in unmittelbarer Nähe des Rathauses eine Vision des Konzeptkünstlers Jochen Gerz (* 4. April 1940 in Berlin) Realität werden, der so genannte „Platz des europäischen Versprechens“. Ausgehend von der „Heldengedenkhalle“ in der Christuskirche sollen sich 25 Basaltbodenplatten aus Armenien (5,40 × 3,80 m²) über den Vorplatz ausbreiten, auf denen die Namen der Autoren zu lesen sein sollen, die Europa ein persönliches Versprechen gegeben haben, das jedoch unveröffentlicht bleibt. Die Bauarbeiten am „Platz des europäischen Versprechens“ begannen zur „Local Heroes“-Woche in Bochum, am 31. Dezember 2010 sollte der Platz eingeweiht werden und jederzeit zugänglich sein. Doch daraus wurde nichts, wegen Lie­fer­eng­päs­sen beim Stein­ma­te­rial muss­ten die Arbei­ten Anfang Novem­ber 2010 unter­bro­chen wer­den, und der Winter machte in der Folge weitere Arbeiten unmöglich.

Baustelle „Platz des europäischen Versprechens“ vor der Christuskirche

Im Februar 2011 kamen die Bagger zurück, inzwischen ist eine geschwun­ge­ne Stu­fen­an­lage aus Basalt entstanden, und die ersten mit Rand­stei­nen mar­kier­ten Flä­chen, in die später die Basaltstein­plat­ten mit Namen ein­ge­legt wer­den sollen. Wann der „Platz des europäischen Versprechens“ fertiggestellt wird? Keine Ahnung, irgendwann in der Zukunft, auf einer Tafel im Eingangsbereich der Christuskirche ist zu lesen, „Der Platz des europäischen Versprechens ist das Zukunftsprojekt der Kulturhauptstadt.“ Im Frühsommer 2011 soll der Platz baulich fertiggestellt werden, und dann sollen zwei von der Stadt Bochum finanzierte Namensplatten in die vorbereiteten Aussparungen eingelegt werden. Die vollständige Umsetzung der Idee von Jochen Gerz wird aus Geldmangel möglicherweise längere Zeit nicht vollendet werden können. Nachzulesen in einem Interview mit Bochums Kulturdezernent Michael Townsend vom April 2011.

Baustelle „Platz des europäischen Versprechens“ vor der Christuskirche

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