Samstag, 21. Mai 2011

„Kultur gut stärken“: „Kunst.Heimaterde“

Ein erster Einblick in das interdisziplinäre Kunstprojekt „AN ORT UND STELLE!“

Unter dem Motto „Kultur gut stärken“ finden am 21. Mai 2011 bundesweit u. a. Aktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Tage der offenen Tür und De­monst­ra­ti­onen statt, die ein Zeichen zum Schutz und zur Förderung der kulturellen Vielfalt und gegen den Kulturabbau setzen sollen. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat den 21. Mai im November 2001 zum „Welttag der kulturellen Vielfalt für Dialog und Entwicklung“ ausgerufen. Der Tag soll dazu anregen, kulturelle Vielfalt stärker in das Bewusstsein zu rücken und das Verständnis für die Werte kultureller Vielfalt zu verbessern.

„Nr. 1001 – Tausend und ein Stuhl für Ai Weiwei“

Die GEDOK Galerie (GEDOK: Verband der Gemeinschaften der Künstlerinnen und Kunstförderer e. V.) und das Atelier von Gabriele Klages im Finkenkamp in der Mülheimer Siedlung Heimaterde wurde an diesem Tag zur „Kunst.Heimaterde“. Bereits am Eingang beteiligte sich Gabriele Klages mit einem Stuhl an der von der Künstlerin Barbara Schmitz-Becker gestarteten Protestaktion, um auf die Verhaftung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei aufmerksam zu machen. Die Stühle stehen auch stellvertretend für alle verschleppten und bedrohten Regimekritiker Chinas vor den Ateliers.

Ohne Titel

Im oberen Stockwerk des Gebäudes haben sich 5 Schü­le­rinnen und Schüler des Gymnasiums Heißen (Nikita Agapov, Lavinia Ivan, Selina Kerschl, Marlene Levenig und Wiebke Weischenberg) im Rahmen des Vermittlungsprojekts „AN ORT UND STELLE!“ in einer raum­greifenden Installation mit Ihrer Heimat, der Siedlung Heimat­erde auseinandergesetzt. Dafür haben sie in den Osterferien auf der Heimaterde alte Gegenstände gesammelt, und nun unter der Anleitung von Gabriele Klages ihre eigene Sichtweise auf die Heimaterde entwickelt.

Ohne Titel

Das interdisziplinäre Kunstprojekt „AN ORT UND STELLE!“ für Schülerinnen und Schüler im Schnittpunkt zwischen Natur, Architektur, Skulptur und Denkmalschutz wurde vom Kunst­museum Mülheim an der Ruhr initiiert und wird von Natalie Borlinghaus kuratiert, Dennis Hübner ist der Projektleiter. Das Projekt widmet sich drei historischen Orten der Stadt: dem Kunst­museum Mülheim an der Ruhr, dem Raffelbergpark und der Siedlung Heimaterde. In einem Dialog mit Künstlern, Bürgern und Institutionen der Stadt können die Schülerinnen und Schülern ihre Arbeiten gestalten, und dabei neue Sichtweisen auf die ausgewählten Orte entwickeln.

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Als weitere Präsentation des Projekts „AN ORT UND STELLE!“ wird am 9. Juli 2011 auf dem Synagogenplatz eine Auswahl der Arbeiten von insgesamt 12 Projektgruppen gezeigt. An dem Projekt sind das Gymnasium Heißen, die Karl-Ziegler-Schule, die Realschule Broich und die Otto-Pankok-Schule beteiligt. Am 21. Juli 2011 wird im „Kunst.Heimaterde“ eine Ausstellung mit fotografischen Arbeiten eines zweiten Work­shops mit Bezug zur Siedlung Heimaterde eröffnet, und zwei Tage später eine Präsentation ortsbezogener Skulpturen, Installationen, Fotografien und Malereien im Raffelbergpark in Mülheim-Speldorf.

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