Sonntag, 15. Mai 2011

Busbetrieb und Betriebswerkstatt Witten

Tag der offenen Tür im Wittener BOGESTRA-Standort

Triebwagen 888

Am Sonntag, 15. Mai 2011 hatte die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (BOGESTRA) zum Tag der offenen Tür in den Busbetrieb und die Betriebswerkstatt Witten eingeladen. Für die nostalgische Anreise war neben dem Triebwagen 888 der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V. der so genannte „Kriegsstraßenbahn-Wagen“ Triebwagen 96 der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft BOGESTRA e. V. zwischen den Haltestellen der Linie 310 „Am Honnengraben“ und „Witten Rathaus“ unterwegs. Letzterer stand von 1948 bis 1976 im Dienst der BOGESTRA und ist seit 1999 nach mehr als dreijähriger Aufarbeitung als Museumswagen im Einsatz.

Triebwagen 96

In der großen Wagenhalle an der Crengeldanzstraße 79 wurden verschiedene Bustypen präsentiert, u. a. ein moderner EvoBus Citaro O 530 G mit herkömmlichem Dieselantrieb.

EvoBus Citaro O 530 G

An dem 18 Meter langen Gelenkbus sollte der Reifenwechsel demonstriert werden, aber das kann bei Rädern in der Größe sicher leicht in schwere Arbeit ausarten, auf die man auch leicht verzichten kann. Und so stand der Bus ohne Vorderrad auf der Hebebühne, von einem Monteur weit und breit keine Spur.

EvoBus Citaro O 530 G, Vorderradaufhängung

Daneben war aber auch der seit 1991 im Besitz der Arbeitsgemeinschaft Nahverkehr Dortmund e. V. befindliche Henschel HS 160 zu sehen, der 1963 ursprünglich als Oberleitungsbus an die Stadtwerke Trier geliefert wurde. 1972 wurde er nach der Stilllegung des Trierer Obusnetzes zum Dieselbus umgebaut und war noch bis 1991 bei den Stadtwerken Trier im Einsatz.

Henschel HS 160


Henschel HS 160

Natürlich durften auch die modernen Hybridbusse nicht fehlen, die bereits seit Januar 2008 für die BOGESTRA im Einsatz sind. Einer der Solaris Urbino 18 III kam „frisch gewaschen“ aus der Waschhalle, ein zweiter war in der großen Wagenhalle zu besichtigen.

Solaris Urbino 18 III mit Hybridantrieb

Im Solaris Urbino 18 III verrichten zwei Elektromotoren mit jeweils 75 KW und ein Cummins ISB6.7 250H Dieselmotor mit 6,7 Litern Hubraum und einer Leistung von 180,5 kW bei 2300 Umdrehungen pro Minute ihren Dienst. Beim Anfahren kommen die Elektromotoren zum Einsatz, erst bei Erreichen einer gewissen Geschwindigkeit und Drehzahl übernimmt der konventionelle Dieselmotor den Antrieb. Dank einer fortschrittlichen Steuerung läuft der Dieselmotor immer im optimalen Drehzahlbereich.

Solaris Urbino 18 III mit Hybridantrieb

Auf dem Dach der Busse sind der Nickel-Metallhydrid-Akkumulator und der doppelte Wechselrichter (DPIM) angeordnet. Der Akkumulator speichert die während des Bremsvorganges rückgewonnene Energie, so dass diese für den nächsten Anfahrvorgang wieder zur Verfügung steht.

Solaris Urbino 18 III mit Hybridantrieb

Außerhalb der Wagenhalle ermöglichten die Fahrleitungs-Profis der Straßenbahner mit ihrem Steigerwagen einen Blick über das Gelände, und dass Schienenreinigung durchaus eine Hightech-Angelegenheit sein kann, davon konnte man sich ebenfalls überzeugen.

Vorrichtung zur Schienenreinigung

Vielfältig war auch das Angebot für die jungen Besucher: Mit Hüpfburg, Bastelecke, Kinderschminken und Kletterberg sowie einer Modell-Straßenbahn, bei der Kinder ihren Straßenbahn-„Führerschein" machen konnten, war für reichlich Mitmachangebote gesorgt.

Kletterberg

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