Samstag, 9. April 2011

Oldtimer auf Tour

Museumsstraßenbahnen im Linienbetrieb

Historische Straßenbahn, Wagennummer 705

Von April bis Oktober 2011 befährt die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V. zusammen mit der Essener Verkehrs-AG an jedem zweiten Samstag im Monat regelmäßig mit ihren Museumsstraßenbahnen die Strecke der Linien 106 und 107 zwischen Klinikum, Rüttenscheid, der Innenstadt, Zollverein und dem Abzweig Katernberg. Dabei kommen die Gelenktriebwagen 705 und 1753 zum Einsatz, die im regulären Linienfahrplan eingetaktet sind. Die genauen Fahrpläne sind auf der Internetseite der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V. einsehbar.

Historische Straßenbahn, Wagennummer 705

Der 1959 auf Fahrgestelle von Triebwagen der Serie 700 aus den Jahren 1912/15 aufgebaute DÜWAG-Wagen erhielt seine heutige Wagennummer 705 bei der Inbetriebnahme als Museumswagen im Jahr 1981. Er wurde in den Jahren 2001 – 2007 von der EVAG und der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V. aufgearbeitet.

Historische Straßenbahn, Wagennummer 705

Er ist im klassischen Stil der 1960er-Jahre mit grünen Kunstledersitzen, braunen Seitenwänden und einer weißen Decke ausgestattet.

Historische Straßenbahn, Wagennummer 1753

Der 1962 von der Essener Verkehrs-AG als Sechsachser 1723 in Dienst gestellte DÜWAG-Wagen wurde 1993 zum Achtachser umgebaut und erhielt dabei die neue Wagennummer 1753. 2001 wurde er in den Bestand der Museumsfahrzeuge der Verkehrshistorischen Arbeitsgemeinschaft EVAG e. V. übernommen.

Historische Straßenbahn, Wagennummer 1753


Sonntag, 10. April 2011

Mit dem „Stangentaxi“ durch die Klingenstadt Solingen

Wer meinen Blogeintrag Die Wupper von Müngsten nach Solingen-Burg an der Wupper gelesen hat, dem ist sicherlich die Ankündigung der „Ritter-Tour“ mit dem historischen Oberleitungsbus 59 am 10. April 2011 aufgefallen. Da muss ich hin, dachte ich mir, und so habe ich mich also heute erneut auf den Weg nach Solingen-Burg gemacht, und zwar wieder zu Fuss vom Brückenpark Müngsten entlang der Wupper. So konnte ich die einzigartige Schwebefähre in Betrieb erleben, die nach Art einer Draisine ausgestattet ist und mit Muskelkraft in wenigen Metern Höhe über die Wupper bewegt werden muss.

Schwebefähre im Brückenpark Müngsten

Zwischen Unterburg Burger Bahnhof und Wuppertal-Vohwinkel Schwebebahn verkehren heute 15 Oberleitungsbusse vom Schweizer Unternehmen Carrosserie Hess, Typ Swisstrolley 3, Baujahr 2008/2009. An der Haltestelle „Burg Seilbahn“ werden die Stromabnehmer an den Oberleitungen ein- bzw. ausgehängt.

Gelenk-Obus Swisstrolley 3 an der Haltestelle „Burg Seilbahn“

Bei dem historischen Oberleitungsbus 59 handelt es sich um das von der Waggonfabrik Uerdingen und den Henschel-Werken 1959 gefertigte Fahrzeug Typ ÜHIIIs, das bis Mai 1974 im Liniendienst eingesetzt war. Der Typ ÜHIIIs war seinerzeit ein Standardfahrzeug zahlreicher Oberleitungsbusbetriebe. Das Fahrzeug gehört heute dem „Obus-Museum Solingen e. V.“ und wird für Sonderfahrten eingesetzt.

Der historische Obus 59

Die Oberleitungsbus-Drehscheibe im Solinger Stadtteil Burg an der Wupper ist eine weltweit einmalige Kuriosität, hier wird der historische Oberleitungsbus 59 auf der „Ritter-Tour“ gewendet. Bis zum 15. November 2009 wurde die Drehscheibe planmäßig von der Linie 683 benutzt, seit 16. November fahren auf dieser Linie die zuvor erwähnten Niederflur Trolleybusse Swisstrolley 3 bis zur Endhaltestelle „Burger Bahnhof“.

Der historische Obus 59 wird auf der Drehscheibe gewendet


Kaiserlich über die Wupper schweben

Historischer Kaiserwagen in Elberfeld-West

Lediglich zwei Exemplare der Wuppertaler Schwebebahn Baureihe 1900 (Wagen 5 und 22) sind erhalten geblieben, die als so genannter Kaiserwagen zu Sonderfahrten eingesetzt werden und auch gemietet werden können. Den Namen verdanken sie dem Umstand, dass Kaiser Wilhelm II. mit seiner Gemahlin Auguste Viktoria am 24. Oktober 1900 mit Wagen dieses Typs von Döppersberg (heutige Station Hauptbahnhof) bis Vohwinkel gefahren ist.


Mit dem „Karlsruher“ zum „Aufschlag“ im Halbachhammer

Zwar keine Oldtimer, aber dennoch eine interessante Fahrzeugvariante sind die umgebauten Triebwagen der Docklands Light Railway, einer fahrerlosen Hochbahn in den Docklands im Osten Londons. Zehn Fahrzeuge des Typs P89 wurden 1989 von British Rail Engineering, Ltd. gebaut und Mitte der 1990er Jahre an die Essener Verkehrs-AG verkauft. Sie wurden nach Umbauten zwischen 1999 und 2004 in den Fahrgastbetrieb übernommen und verkehren auf den Linien U11, U17 und U18.

Ehemaliger Docklands Light Railway Triebwagen, Typ P89

Zum „Aufschlag“ im Halbachhammer setzte die Verkehrshistorische Arbeitsgemeinschaft EVAG e.V. auf der Strecke der U17 zwischen den Haltestellen „Berliner Platz“ und „Margarethenhöhe“ ihren Triebwagen 500 – „Der Karlsruher” ein. Der Wagen wurde 1930 gebaut und war in Karlsruhe als Wagen 102 im Linieneinsatz. Nach Übernahme des Fahrzeugs im Jahr 1985 wird es nach seiner Aufarbeitung seit 1990 im Essen-Mülheimer Normalspurnetz als historischer Triebwagen eingesetzt.

Triebwagen 500 – „Der Karlsruher“

Zum „Aufschlag“ im Halbachhammer, der Eröffnung der Schmiedesaison 2011, wurde der Halbachhammer mit Schmiedevorführungen in Aktion präsentiert. Wegen der Umbaumaßnahmen der Emschergenossenschaft im Nachtigallental konnte der Halbachhammer nicht – wie beim „Abschlag“ am 7. November 2010 – mit Wasserkraft betrieben werden, sondern die Hammerwelle wurde für die Vorführung des Aufwerfhammers elektrisch angetrieben.

Hammerwelle mit Wasserrad


Aufwerfhammer und gusseiserner Wellring

1 Kommentar:

bastelfee hat gesagt…

schöne Bilder, ich freue mich jedes mal wenn ich die Alten Bahnen sehe, wenn sie auf der Linie 106 fahren ,fahren sie an unserem Haus vorbei.
Ich hoffe Du hast die Mail als Antwort zu Zeche Zollern bekommen.
LG Petra