Samstag, 23. April 2011

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Big Brother is watching you

In der vergangenen Woche ging eine Meldung durch die Presse, die eigentlichen jeden Benutzer solcher Geräte aufhorchen lassen sollte. Bestimmte Smartphones speichern unentwegt Bewegungsprofile unverschlüsselt in ihrem Speicher ab und übertragen diese Daten auf den mit ihnen synchronisierten Rechner. Einer Meldung auf SPIEGEL ONLINE war zu entnehmen, dass es bereits Auswertungsprogramme gibt, die es gestatten, die Bewegungsprofile auszuwerten und zu analysieren.

Ich kann mich noch gut an meine Schulzeit erinnern, als „1984“ von George Orwell auf dem Unterrichtsplan im Englischunterricht stand. George Orwell wollte mit seinem Roman auf bedenkliche Entwicklungen aufmerksam machen und vor deren Folgen warnen. Zu der Zeit waren Handys und Smartphones tatsächlich noch Utopie. Schaut man sich heute aber die Realität an, so muss man feststellen, dass das in dem Roman entworfene pessimistische Zukunftsbild offenbar niemanden davon abgehalten hat, dies unbemerkt teilweise Wirklichkeit werden zu lassen. Heute wird im Unterricht wohl niemand mehr „1984“ lesen, womöglich lassen sich die Schüler von ihren Smartphones vom langweiligen Unterricht ablenken.

Das Bedenkliche an der Geschichte ist m. E., dass den meisten Nutzern der Datenbestand in ihrem Smartphone gar nicht bekannt gewesen ist. Es soll auch keine Möglichkeit geben, die Protokollierung der Bewegungsprofile abzustellen. Das ist doch mal ein richtig nettes „Easter Egg“. In diesem Sinne …




… ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast.

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