Freitag, 8. Oktober 2010

Gülhane – Rosen für Marxloh

Eröffnung des Rosenpavillons in Duisburg-Marxloh

Pavillon in Form einer großen Rosenknospe

Im Juli 2010 hatten viele freiwillige Helfer aus Duisburg, Istanbul, Perm, Portsmouth und Stockholm im Rahmen des RUHR.2010 TWINS-Projekts „Gülhane – Rosen für Marxloh“ unter der Anleitung von Architekt und Pionier im Weidenbau Marcel Kalberer (* 6. Oktober 1947 in St. Gallen, Schweiz) und seinem Baukunstatelier „Sanfte Strukturen“ vis-à-vis der DITIB Merkez Moschee einen neun Meter hohen Pavillon in Form einer Rosenknospe als Zeichen des friedlichen Zusammenlebens aller Kulturen und Religionen errichtet.

Rosenmosaik inmitten des Pavillons

Ursprünglich sollte der Rosenpavillon in Duisburg-Marxloh am 25. Juli 2010 mit der „Rosennacht der spirituellen Musik“ eröffnet werden, aber aufgrund der tragischen Ereignisse und der Verstorbenen bei der Loveparade in Duisburg am 24. Juli 2010 wurde das Bühnenprogramm seinerzeit abgesagt und nun knapp 11 Wochen später am 8. Oktober 2010 nachgeholt.

LichtMaler Leo Lebendig erläutert Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland das „Friedenslicht der Abrahamsreligionen“


Gitti Schwantes, Rosen für Marxloh e.V., Architekt Marcel Kalberer, Sükriye Topallaz, Rosen für Marxloh e.V., LichtMaler Leo Lebendig

Noch heute prägt die Stahlindustrie das Stadtbild von Duisburg-Marxloh. Vom Rosenpavillon fällt der Blick auf die DITIB Merkez Moschee und das ThyssenKrupp Stahlwerk, das bei Sonnenuntergang für eine beeindruckende Kulisse sorgt.

DITIB Merkez Moschee und ThyssenKrupp Stahlwerk


Der Rosenpavillon vor der Kulisse von DITIB Merkez Moschee und ThyssenKrupp Stahwerk

Leo Lebendig (* 12. August 1939 als Hans Jürgen Troegel in Arnsberg) hatte an diesem Abend das „Friedenslicht der Abrahamsreligionen“ mit dem „Atmenden Kreuz“ als Symbol für das Christentum, der Menorah als Symbol für das Judentum und der vierfachen Drehung des Namenszuges Allah als Symbol für den Islam im Rosenpavillon angebracht.

„Friedenslicht der Abrahamsreligionen“

Talip Elmasulu (* 1973 in Malatya, Türkei) zelebrierte inmitten des Rosenpavillons unter dem „Friedenslicht der Abrahamsreligionen“ das „Sema-Ritual“. Dabei handelt es sich um eine Form des Gebets, das im Jahr 2005 in die UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen wurde.

Sufi-Derwisch Talip Elmasulu tanzt das „Sema-Ritual“

Durch das Zusammentreffen der beiden RUHR.2010 TWINS-Projekte „Gülhane – Rosen für Marxloh“ mit dem Architekten der „Sanften Strukturen“ Marcel Kalberer und „Friedenslicht der Religionen“ mit dem LichtMaler der „Initiatorischen Kunst“ Leo Lebendig wurde der Rosenpavillon einmalig an diesem Abend als Himmelsblüte zur „Königin der Nacht“.

„Himmelsblüte“


„Himmelsblüte“

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