Mittwoch, 4. August 2010

The Flying Grass Carpet: Rückblick

Rückblick auf einen ereignisreichen Monat auf dem Willy-Brandt-Platz

Hotel Handelshof am Willy-Brandt-Platz

Inzwischen hat sich der Willy-Brandt-Platz wieder in die graue Steinwüste zurückverwandelt, die jeder Passant auf dem Weg vom Hauptbahnhof in die Innenstadt so schnell wie möglich hinter sich lassen möchte. Im Juli 2010 sah dies ganz anders aus, denn den gesamten Monat hat „The Flying Grass Carpet“ den Essener Willy-Brandt-Platz in einen temporären Park, eine grüne Oase in der Innenstadt verwandelt.

„The Flying Grass Carpet“

Schon die offizielle Eröffnung am 2. Juli ist sicher vielen Besuchern in guter Erinnerung geblieben. Bliss aus Rotterdam (Charlie Zwart, Gwen van Zaane und Lauren Mary Dyer) luden bei der Pic-Nic-Performance zum gemeinsamen Sekt- und Erdbeergenuss ein …

Pic-Nic-Performance mit der Gruppe Bliss

und Blossum Flowerrain Airforce aus Lent ließ 90.000 Chrysanthemenblüten auf den „Flying Grass Carpet“ und seine Besucher „regnen“.

„Blütenregen“

Zum kulturellen Fußballturnier „Fußlümmelei.2010“ hatten sich auch Kabarettist und Komiker Uwe Lyko alias Herbert Knebel, Comedian Andreas Obering („Der Obel“) und Regisseur und Produzent Sönke Wortmann (u.a. „Die Päpstin“, „Deutschland. Ein Sommermärchen“, „Das Wunder von Bern“) eingefunden.

Herbert Knebel als „Hausmeister Machulke“

Andreas Obering („Der Obel“) und Sönke Wortmann

Das Wetter konnte besser wohl nicht sein: Im Juli 2010 lag die Durchschnittstemperatur in Nordrhein-Westfalen mit 20,6°C um 3,6°C über dem klimatologischen Mittel von 17,0°C. Auch viele „Tropennächte“ mit Tiefstwerten oberhalb 20 Grad wurden gemeldet. Ein Gewittersturm legte jedoch am 12. Juli durch umstürzende Bäume zahlreiche Bahnstrecken lahm, wodurch am Essener Hauptbahnhof beinahe der komplette Zugverkehr zum Erliegen kam. Erst Tief „Quendeline“ beendete am 22. Juli mit seinen Ausläufern die Hitzewelle.

Zahlreiche Darbietungen mit niederländischer und deutscher Beteiligung luden zum Verweilen ein. Das Tanzensemble Conny Janssen Danst aus Rotterdam präsentierte Ausschnitte aus ihrem Programm „Common Ground“, und die internationale Jugend-Kulturbegegnung im Ringlokschuppen Mülheim an der Ruhr präsentierte eine Vorschau auf ihr Programm „traces of:FATZER_vol.3“.

Conny Janssen Danst: Francesca Peniguel, Lola Mino, Winston Arnon, Dario Tortorelli und Cristiana Ruggieri

Ebenfalls international ging es am 11. Juli auf dem „Flying Grass Carpet“ zu: Neben dem Schönebecker Jugend-Blasorchester, dem Orchester der Yucai-Mittelschule aus Xian (China) und dem Orchester der Musikschule Görlitz trat auch die Tanzgruppe „Bonifac“ aus Tschechien auf, die mit der Musikschule Görlitz eine rege Kooperation pflegt.

Orchester der Musikschule Görlitz

Tanzgruppe „Bonifac“

Musiker aus den Niederlanden (Bart Hoevenaars a.k.a. Sir Ian, Charlie Dee mit Gastmusiker Johan Hendrikse, Yochen Leuf mit seinem Projekt „The Beat Cooperation“, Mark Ritsema a.k.a. „Nightporter“ & Trio Raskolnikov) und Deutschland (Projekt jazzwerkruhr mit „under palm trees sextett“, „Kapelsky“ und „Psychedelic Acid Jam meets Staubsauger“) boten über den Monat verteilt ein abwechslungsreiches Konzertprogramm.

Mark Ritsema a.k.a. „Nightporter“

Zum Finale am 31. Juli brachte Nzuko Ndigbo Ruhrgebiet e.V. Essen a.k.a. Igbo community Ruhrgebiet afrikanische Kultur aus Nigeria auf den „Flying Grass Carpet“.

Nzuko Ndigbo Ruhrgebiet e.V.

Der „Abflug“ des „Flying Grass Carpet“ gestaltete sich dann aber doch noch recht arbeitsintensiv: Mit einer Größe von 25 × 36 m² wiegt der Teppich ca. 6 Tonnen, die wollen erst einmal aufgerollt und verpackt sein.

„Abflug“ des „Flying Grass Carpet“

Im September diesen Jahres wird „The Flying Grass Carpet“ Istanbul, die dritte Kulturhauptstadt Europas 2010 nach Pécs und Essen besuchen und dort den Taksim-Platz im europäischen Teil der türkischen Metropole am Bosporus in eine grüne Oase verwandeln.

Tanzglockenspiel am Abgang zur U-Bahn

Ebenfalls im Juli wurde am Abgang zur U-Bahn ein Tanzglockenspiel angebracht, das gern von Kindern genutzt wird. Aber auch Erwachsene können ihrem Spieltrieb bisweilen nicht widerstehen.

Haben Sie den „Flying Grass Carpet“ auf dem Willy-Brandt-Platz gesehen, eine Veranstaltung dort erlebt? Wie hat Ihnen das TWINS-Projekt gefallen?

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