Dienstag, 22. Juni 2010

Skandal im Sperrbezirk

Schilda ist überall

Am 19. Juni 2010 wurde am Solarbunker Gelsenkirchen die Kunstausstellung im Rahmen des Projekts „Starke Orte“ von Bernd Mauß, Vorstandsvorsitzender des Bundes Gelsenkirchener Künstler und Frank Baranowski, Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen eröffnet, die bis zum 28. November 2010 durchgehend zugänglich sein soll. Dies wird zumindest auf den einschlägigen Internetseiten der Kulturhauptstadt RUHR.2010 so propagiert.

Solarbunker in Gelsenkirchen

Die Eröffnung hat wirklich stattgefunden, das kann ich bestätigen, aber der Rest ist leider ein Schildbügerstreich erster Güte. Der Grundstückseigentümer hat nämlich nach Beendigung der ExtraSchicht das Gelände des Solarbunkers wieder durch Bauzäune sichern lassen, so dass ein Zugang zu den Kunstwerken am Solarbunker nicht mehr möglich ist. Wer sich nun auf den Weg zum Solarbunker macht, um die Kunstwerke anzuschauen, der steht unversehens vor dem Bauzaun mit nicht zu übersehenden Hinweisschildern:


Man kann sich natürlich die 37 Arbeiten in einer Größe von 3 × 3 m² aus einer Entfernung von bis zu 240 Metern unter einem derart spitzen Winkel anschauen, dass davon nichts mehr zu erkennen ist, oder aber es lieber gleich lassen.

Mir fehlen die Worte …

Kommentare:

Detlef hat gesagt…

Inzwischen erwähnt auch die RUHR.2010 GmbH diesen Umstand in ihren Tagestipps: „Führungen über das (ansonsten nicht zugängliche) Gelände samstags, 16:00 (ca. 45 Min.)“ Der Hinweis findet sich allerdings in einem Tagestipp für Freitag …

Detlef hat gesagt…

„So what?“ könnte man meinen. Dann richtet man seinen Besuch so ein, dass man an einer Führung am Samstagnachmittag teilnehmen kann. Aber weit gefehlt. Denn auch am Samstag um 16.00 Uhr steht man vor dem verschlossenen Bauzaun, von einer Person, die aufsperrt und eine Führung veranstaltet, weit und breit keine Spur. So geschehen am 14. August 2010.