Mittwoch, 16. Juni 2010

Ruhr-Atoll am Morgen …

… fängt der frühe Vogel wirklich den Wurm?

Für den heutigen Tag hatten die Meteorologen meist sonniges Wetter vorhergesagt, da war eigentlich keine Rede von bedecktem Himmel mit einem Bedeckungsgrad von 8/8. Daher hatte ich mir vorgenommen, den Sonnenaufgang um 5.15 Uhr am Baldeneysee zu genießen, aber vor Ort war leider auch nicht einmal der kleinste Hauch von blauem Himmel zu finden. Dafür aber ein menschenleeres Hardenbergufer, nur das Zwitschern der Vögel und das Rauschen der Ruhr am Stauwehr war zu hören, keine Vuvuzelas, glücklicherweise auch noch kein Diesel-Motor vom „Projekt zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen“, der im Betrieb das Wasser von der einen Seite der Insel auf die andere befördert.

„Projekt zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen“

Wer schon immer einmal wissen wollte, was es mit dem „Laboratorium“ auf dem „Projekt zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen“ auf sich hat, um diese Zeit stand wirklich alles offen.

„Laboratorium“ auf dem „Projekt zur Erhaltung der natürlichen Ressourcen“

Das U-Boot trieb ebenfalls lautlos im See, dummerweise bewegt es sich aber doch, was den Fotografen in der Morgendämmerung schier zur Verzweiflung treiben kann.

U-Boot „Ich kann, weil ich will, was ich muss“

Das orangefarbene Zelt auf dem Eisberg ist nachts beleuchtet, und die „Naturgeräusche“, die die Scholle absondert, die passen leider nicht so ganz in das idyllische Bild des morgendlichen Baldeneysees.

„ICEBERG“

Der „Frosch“ scheint seinen Kaffee jedenfalls noch nicht aufzuhaben … (Schaut man genauer hin, stellt man fest, dass die große Schale (ein Urbild für die Gegenwart des Menschen) bereits abhanden gekommen ist.)

Teehaus („Frosch und Teemeister“)

… und auf der natürlichen Sandbank wird noch nichts und niemand gerettet, die fünfte Kunst-Insel, die von der Künstlerin C.U. Frank als Rettungsring „LOCAL | GLOBAL“ um die natürliche Sandbank in der Ruhr unterhalb des Stauwehrs gestaltet wurde, wartet weiterhin auf ihre Installation. Dem Vernehmen nach fehlt dafür aber noch die Genehmigung, so dass „LOCAL | GLOBAL“ nicht zur „Extraschicht“ am 19. Juni eingeweiht werden kann.

Natürliche Sandbank unterhalb des Stauwehrs

Die Sonne habe ich in den frühen Morgenstunden leider nicht mehr zu sehen bekommen, irgendwie war da der Wurm drin …

1 Kommentar:

Detlef hat gesagt…

Neuesten Pressemeldungen zufolge werden weder „LOCAL | GLOBAL“ noch „MARKING TIME“ jemals „auftauchen“. Es wird berichtet, dass „MARKING TIME“ an Auflagen der Bezirksregierung Düsseldorf scheitern solle, und Strömungsrisiken direkt unterhalb des Stauwehrs ließen „LOCAL | GLOBAL“ nicht zu … Vielleicht hätte man vorher jemanden fragen sollen, der sich damit auskennt. Die Strömungsverhältnisse unterhalb des Stauwehrs haben sich ja nicht von heute auf morgen geändert.