Mittwoch, 21. April 2010

SchachtZeichen auf Zollverein

Welterbe Zollverein Essen, Schacht XII

Am 21. April 2010 fand ein zentrales Helfertreffen für das Kulturhauptstadt-Projekt SchachtZeichen auf Welterbe Zollverein Essen statt. Infos rund um das Projekt SchachtZeichen und technische Details standen an diesem Tag im Vordergrund. Dabei wurde auch ein Original SchachtZeichen-Ballon aufgelassen.

SchachtZeichen-Ballon über dem Doppelbock von Schacht XII

Die mit Helium gefüllten gelben Ballone haben einen Durchmesser von 3,7 m und können bis zu einer Höhe von 80 m aufgelassen werden. Eine etwa 18 m lange Fahne deutet auf den Boden. So werden vom 22. bis 30. Mai 2010 350 dieser Ballone in der Metropole Ruhr Orte kilometerweit sichtbar markieren, an denen früher Bergwerke und große Schachtanlagen standen, und damit eine 4.000 km² große Kunstinstallation bilden. SchachtZeichen soll den Strukturwandel im Ruhrgebiet aufzeigen und erfahrbar machen. Bedingt durch die gewählte Ein-Punkt-Befestigung können die Ballone im Wind schwingen. Sollten sie sich dabei um mehr als 45° neigen, müssen sie von den Volunteers eingeholt werden.

Die Ballone sind mit zwei 500-Watt Halogenlampen im Inneren ausgestattet und können am Abend – über ein Stromkabel mit 230 Volt-Haushaltsstrom versorgt – beleuchtet werden. Es ist geplant, so in zwei Nächten (NachtSchachtZeichen: 24./25. und 29./30. Mai 2010, jeweils 22 Uhr bis 1 Uhr) 350 zusätzliche „Monde“ über dem gesamten Ruhrgebiet leuchten zu lassen.

Bei Dunkelheit beleuchteter SchachtZeichen-Ballon,
daneben der Erdmond


Hinweis aus gegebenem Anlass: Aktuelle Fotos zum Großprojekt SchachtZeichen (entstanden vom 22. bis 30. Mai 2010) sind in einem neueren Blogeintrag zu finden!

Im SANAA Gebäude (nach dem japanischen Architektenbüro Sejima And Nishizawa And Associates) auf dem Welterbe Zollverein wird vom 24. April bis 24. Oktober 2010 im Rahmen der Kulturhauptstadt RUHR.2010 das Fotografieprojekt „Ruhrblicke“ gezeigt, wofür elf herausragende deutsche Fotografen speziell neue künstlerische Dokumentarfotografien entwarfen. Nicht die rauchenden Schlote und die Schwerindustrie der Vergangenheit, sondern neue Sichten der heutigen Ruhr-Realität sind Thema des Projekts.

SANAA-Gebäude bei Sonnenuntergang

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