Mittwoch, 28. April 2010

Deutschlandpremiere: Eines Tages…

„Eines Tages…“, Deutschlandpremiere 28. April 2010; Deutschland, 2009; 97 Minuten; Buch: Karin Kaçi; Regie: Iain Dilthey; Produktion: Ester.Reglin.Film, Köln; mit Horst Janson (Jakob Filzmeyer), Annekathrin Bürger (Margot Filzmeyer), Heinrich Schafmeister (Frieder Ahrlenz), Verena Zimmermann (Hede Richards), Irene Fischer (Annette Eller-Richards), Herbert Schäfer (Leon Richards), Ulrike C. Tscharre (Miriam Böhringer), Sema Meray (Helene Ahrlenz), Andreas Schmidt (Stefan Eller) u.v.a.; FSK 0



Eines Tages…

Drei packende Geschichten zu einem ernsten Thema: Leben mit Demenz

Am Mittwoch, 28. April 2010 fand in der Lichtburg Essen die Deutschlandpremiere des Spielfilms „Eines Tages…“ in Anwesenheit der Hauptdarsteller Horst Janson, Heinrich Schafmeister, Verena Zimmermann, Annekathrin Bürger, Herbert Schäfer, Ulrike C. Tscharre, Sema Meray und Irene Fischer sowie der Produzenten Roswitha Ester und Thorsten Reglin statt. Initiiert und gefördert wurde der Film vom Landschaftsverband Rheinland (LVR), dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, und den Pflegekassen NRW. Daher war die Lichtburg Essen als renommiertestes Premierenkino geradezu prädestiniert für diese Varanstaltung. Es handelt sich jedoch um keinen Kinofilm, sondern um einen Teil der DVD-Box „Demenz – Filmratgeber für Angehörige“, die ebenfalls ab sofort erhältlich ist.

Vor Beginn der Filmvorführung gab es natürlich den obligatorischen „roten Teppich“, für den die – neben einigen prominenten Gästen – zahlreich angereiste Darstellerriege auch gebührend Zeit eingeplant hatte.

Jenny Jürgens

Horst Janson

Heinrich Schafmeister

Verena Zimmermann

Annekathrin Bürger

Ulrike C. Tscharre, Herbert Schäfer

Die Darstellerriege von „Eines Tages…“:
Annekathrin Bürger, Horst Janson, Heinrich Schafmeister, Irene Fischer,
Ulrike C. Tscharre, Herbert Schäfer und Verena Zimmermann


Moderiert wurde der Abend von Nadine Krüger, die Grußworte sprachen Dr. Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Landschaftsversammlung Rheinland, Staatssekretär Dr. Walter Döllinger für das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW sowie Andreas Hustadt für die Pflegekassen in NRW.

Zum Kurzinhalt des Films:
In einer Beratungsstelle für Demenzkranke kreuzt sich das Schicksal dreier Familien: Die Geschwister Leon und Annette werden mit der zunehmenden Demenzerkrankung ihrer Mutter konfrontiert, die ein weiteres Alleinleben unmöglich macht. Doch wer soll sich um sie kümmern?

Irene Fischer (Annette), Verena Zimmermann (Hede)
Foto: Nicole Pientka, © 2010 LVR-Zentrum für Medien und Bildung


Der Architekt Frieder hat immer größere Probleme mit dem Gedächtnis, teilt sich aus Scham jedoch niemandem mit. Erst als Ehe und Freundschaften zu zerbrechen drohen, nimmt er Hilfe in Anspruch.

Heinrich Schafmeister (Frieder)
Foto: Dominik Schmitz, © 2010 LVR-Zentrum für Medien und Bildung


Margot lebt hingegen schon lange mit ihrem dementen Ehemann Jakob und hat ihr ganzes Leben auf die Pflege abgestellt. Als sich die Krankheit verschlimmert, muss sie lernen, Verantwortung abzugeben.

Annekathrin Bürger (Margot), Horst Janson (Jakob)
Foto: Nicole Pientka, © 2010 LVR-Zentrum für Medien und Bildung


Der Spielfilm geht von den zentralen Fragestellungen aus: Wie erkennt man frühzeitig, dass jemand an Demenz erkrankt ist? Wie verändert die Krankheit das Verhalten der Menschen mit Demenz? Wie gehe ich als Angehöriger damit um?

Eindringlich, aber auch humorvoll schildert der Spielfilm die unterschiedlichen Stadien und Aspekte der Krankheit. Das Thema wurde häufig eher tabuisiert als offen angesprochen. Menschen mit Demenz werden sozial isoliert, können am alltäglichen Leben kaum noch teilnehmen. Umso wichtiger erscheint mir der nun erschienene Filmratgeber, bietet er doch konkrete Hilfe und zeigt erste Lösungswege auf.

Im Anschluss an die Vorführung wurden die an dem Spielfilm beteiligten Personen auf der Bühne der Lichtburg vorgestellt, wobei ich noch nie zuvor die Bühne bei einer Filmpremiere mit insgesamt 32 Personen gefüllt gesehen hatte.

Die Darstellerriege von „Eines Tages…“ auf der Bühne der Lichtburg

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