Dienstag, 9. März 2010

Wicked – Die Hexen von Oz

„Wicked – Die Hexen von Oz“ – Musik / Texte: Stephen Schwartz; Buch: Winnie Holzmann, nach dem gleichnamigen Roman von Gregory Maguire; Deutsche Adaption der Songtexte: Dr. Michael Kunze; Deutsche Adaption der Dialoge: Ruth Deny; Regie: Joe Mantello; Musical Staging: Wayne Cilento; Bühne: Eugene Lee; Kostüme: Susan Hilferty; Licht: Kenneth Posner; Ton: Tony Meola; Orchestrierungen: William David Brohn; Musical Supervisor / Arrangements: Stephen Oremus; Musikalischer Leiter: Christoph Bönecker. Darsteller: u.a. Willemijn Verkaik / Roberta Valentini (Elphaba), Joana Fee Würz / Valerie Link (Glinda), Carlo Lauber (Der Zauberer von Oz), Barbara Raunegger (Madame Akaber), Mathias Edenborn (Fiyero), Janine Tippl (Nessarose), Ben Darmanin (Moq), Thomas Wissmann (Doktor Dillamonth). Broadway-Premiere: 30.10.2003, Gershwin Theatre, New York. Deutschsprachige Erstaufführung: 15.11.2007, Palladium Theater, Stuttgart. NRW-Premiere: 08.03.2010, Metronom Theater, Oberhausen.



NRW-Premiere „Wicked – Die Hexen von Oz“


Eindrücke vom roten Teppich


Das TheatrO CentrO in Oberhausen wurde 1999 als Spielstätte für das Musical „Tabaluga & Lilli“ von Peter Maffay gebaut. Das auffällige grüne Dach ist einem Drachenkopf nachempfunden. Das Musical sollte langfristig aufgeführt werden, aber nach weniger als zwei Jahren fiel am 30. Juni 2001 der letzte Vorhang für den kleinen Drachen. Den Nachfolgeproduktionen „Vom Geist der Weihnacht“ und „FMA Falco meets Amadeus“ war ebenfalls nur mäßiger Besucherzuspruch beschieden. Auf dem Tiefpunkt hat die Stage Entertainment im August 2005 das Theater übernommen, aufwändig umgebaut und in Metronom Theater umbenannt. Ab dem 18. Dezember 2005 war dort die Neuinszenierung von „Disneys Die Schöne und das Biest“ zu sehen. Vom 11. März 2007 bis zum 4. Oktober 2008 zeigte man die „Blue Man Group“, und vom 7. November 2008 bis 31. Januar 2010 sorgte Roman Polanskis Kultmusical „Tanz der Vampire“ für reges Zuschauerinteresse. Nun haben „Wicked – Die Hexen von Oz“ und „Tanz der Vampire“ ihre Spielstätten getauscht, und das grüne Dach des Theaters hat wieder die zum Musical passende Farbe.

Metronom Theater Oberhausen

Zahlreiche Prominente waren am 8. März 2010 zur NRW-Premiere nach Oberhausen eingeladen. Auf dem Weg zum Theater war der obligatorische „rote Teppich“ ausgerollt, den man aber in der Farbgebung nicht dem Musical angepaßt hatte. Stattdessen sollten grün erleuchtete Plexiglasquader den Weg am roten Teppich säumen. Aber vielleicht hätte man Kenneth Posner fragen sollen, wie man einen roten Teppich ins rechte Licht setzt. Selbst bei Dunkelheit war die grüne Beleuchtung nur zu erahnen.

Geraldine Chaplin

Udo Lindenberg

Moderatorin Verona Pooth

Schlagerstar Michael Wendler

Comedian Ingo Appelt mit Tochter Greta

Bernd Stelter mit Tochter Judith

Sänger Guildo Horn

Michaela Schaffrath

Guido Cantz mit Gattin Kerstin

Ludmila „Lucy“ Diakovska

Schauspieler Ralf Möller

Michael Hirte

Schauspieler Carsten Spengemann

Sänger Bruce Lacy (Captain Jack)

Jasmin Lord

Stephan Käfer

Jasmin Lord, Stephan Käfer

Jo Weil

Thore Schölermann

Jean Pütz

Moderatorin Kim Fisher

Natürlich waren auch bekannte Musicalstars nach Oberhausen gekommen, um sich die NRW-Premiere von „Wicked – Die Hexen von Oz“ anzuschauen.

Pia Douwes

Ana Milva Gomes

Roberta Valentini

Veronica di Corsi, Anton Zetterholm, Pia Douwes

Anton Zetterholm

Elisabeth Hübert

Gregory Antemes, Elisabeth Hübert

Emma Hunter, Mark Seibert

Mathias Edenborn

Kristian Korsholm Vetter

Einen Premierenbericht kann ich leider nicht erstellen, ich war nämlich nicht zur Premiere eingeladen. Und bei Kartenpreisen von 59,39 € für Plätze in der preiswertesten Kategorie und 116,89 € für Plätze in der teuersten Kategorie für die Vorstellung am Samstagabend kann ich mir einen Besuch von „Wicked – Die Hexen von Oz“ in Oberhausen auch finanziell einfach nicht leisten. Lieber Herr Mock-O'Hara, Sie dürfen mich gerne zur nächsten Premiere einladen, dann werde ich auch möglichst objektiv über die Vorstellung berichten. So stellt sich mir aber die Frage, ob die Bevölkerung der Metropolregion Rhein-Ruhr, die zwar die bevölkerungsreichste von derzeit 11 Metropolregionen in Deutschland ist, die aber momentan aufgrund der schweren Wirtschaftskrise andere Prioritäten haben dürfte als auf die Schnelle 120 Euro pro Person für einen Theaterbesuch zu bezahlen, langfristig für den Fortbestand einer Produktion sorgen kann, die bereits 2 Jahre in Stuttgart gezeigt wurde. Auf der anderen Seite ist das Metronom Theater ein gutes Beispiel dafür, wie man durch eine geeignete Auswahl der Stücke einen vormals defizitären Musicalstandort in die Gewinnzone führen kann.

So bleibt nach dem Aus für das Essener Colosseum Theater zu wünschen, dass dem Metronom Theater Oberhausen noch viele Sternstunden beschert sein werden, wie es die weithin sichtbare Werbung für das Projekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010 „Sternstunden – Wunder des Sonnensystems“ im Gasometer Oberhausen in unmittelbarer Nachbarschaft des Metronom Theaters augenblicklich propagiert.

Gasometer Oberhausen

Zu guter Letzt dürfen natürlich die Darsteller auch nicht fehlen.

Willemijn Verkaik

Roberta Valentini

Joana Fee Würz

Joana Fee Würz als Glinda

Valerie Link

Carlo Lauber

Barbara Raunegger

Mathias Edenborn

Anton Zetterholm

Janine Tippl

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