Montag, 1. März 2010

Deutschlandpremiere: Henri 4

„Henri 4“, Kinostart Deutschland 4. März 2010; Deutschland, Frankreich, Spanien, Österreich, 2010; 155 min; Regie: Dr. Jo Baier; mit Julien Boisselier (Henri Quatre), Joachim Król (Agrippa), Roger Casamajor (Rosny), Armelle Deutsch (Margot), Chloé Stefani (Gabrielle d’Estrées), Ulrich Noethen (Karl IX.), Devid Striesow (D’Anjou), Hannelore Hoger (Katharina de’ Medici), Gabriela Maria Schmeide (Marie de’ Medici), Karl Markovics (Admiral Coligny), Sven Pippig (Beauvois), Andreas Schmidt (Du Bartas), André M. Hennicke (Marschall Biron), Sandra Hüller (Catherine), Wotan Wilke Möhring (Giuse), Marta Calvó (Jeanne Dalbert), Pep Antón Muñoz (D’Estrées), ChrisTine Urspruch (Leonora), Antoine Monot Jr. (Mayenne) u.v.a.; FSK ab 12 Jahre



„Henri 4“, Jo Baiers Verfilmung des zweibändigen historischen Romans „Die Jugend des Königs Henri Quatre“ (1935) und „Die Vollendung des Henri Quatre“ (1938) von Heinrich Mann, hat am Sonntag, 28. Februar seine Deutschlandpremiere in der Lichtburg Essen gefeiert. Neben den Filmstars und zahlreichen prominenten Gästen war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel anwesend. Das Historiendrama wurde bereits am 13. Februar 2010 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin als Berlinale-Special im Friedrichstadtpalast gezeigt. Filmproduzentin Regina Ziegler und die Lichtburg können sich daher geehrt fühlen, dass Frau Merkel eigens für die Deutschlandpremiere von „Henri 4“ nach Essen gereist ist, wo sie den Film doch vor 2 Wochen ohne zusätzlichen Reiseaufwand hätte in Berlin sehen können. Die Dreharbeiten fanden an insgesamt 79 Tagen in Deutschland (NRW, Bayern, Rügen), Frankreich sowie in der Tschechischen Republik statt; zu einem Drittel wurde in Nordrhein-Westfalen gedreht. Die Filmstiftung NRW ist mit 2,9 Millionen Euro größter Förderer dieses insgesamt 19 Mio. teuren internationalen Spielfilms, an dem u. a. auch der WDR beteiligt ist.

Filmproduzentin Regina Ziegler, Regisseur Jo Baier und seine Frau

Filmproduzentin Regina Ziegler mit WDR Intendantin Monika Piel

Filmproduzentin Regina Ziegler & Fritz Pleitgen, Vorsitzender der Geschäftsführung RUHR.2010 GmbH

Bemerkenswert ist das Zusammentreffen der Deutschlandpremiere von „Henri 4“ mit einem verheerenden Naturereignis: An diesem Tag tobte mit dem Orkantief „Xynthia“ der folgenschwerste Orkan seit mehr als zehn Jahren über Europa, der mindestens 63 Menschen in Westeuropa in den Tod gerissen hat. Allein in Frankreich kamen nach Angaben des Zivilschutzes 51 Menschen an der Atlantikküste ums Leben. Die meisten wurden Opfer der schweren Überschwemmungen in der Region. In Nordspanien und Portugal gab es vier Tote, in Belgien wurde ein Mann von einem Baum erschlagen. In Deutschland wütete der Orkan am heftigsten in Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Bundesweit waren sieben Tote zu beklagen. Der Sturm richtete Millionenschäden an. Zahlreiche Premierenbesucher haben sich aufgrund von Störungen im Flug- und Bahnverkehr verspätet, die Darsteller aus Frankreich konnten durch die Absage ihrer Flüge gar nicht anreisen.

Sternekoch Frank Rosin

Schauspielerin Tina Bordihn

Hella von Sinnen

Ulrich Wickert, der Produzentin Regina Ziegler zugesichert hatte, die Moderation des Abends zu übernehmen, hat sich durch eine Störung im Zugverkehr ebenfalls verspätet, weshalb Frau Ziegler selbst das Premierenpublikum mit Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßt hat.

Zum Kurzinhalt des Films:
Das Historiendrama spielt im 16. Jahrhundert und zeigt, wie Hugenotten und Katholiken im Namen des Glaubens um die Macht kämpfen. An der Spitze der Hugenotten rüstet Henri, König von Navarra, gegen Paris, gegen die Katholiken, gegen die mächtige Rivalin seiner Mutter: Caterina de’ Medici, Königin von Frankreich. Sie bietet ihm die Hand ihrer Tochter Marguerite de Valois (Margot) – als Zeichen der Versöhnung. Die Hochzeit endet im Blutbad der Bartholomäusnacht.
Henri überlebt das Gemetzel. Doch er wird im Louvre wie ein Gefangener gehalten. Caterina de’ Medici zwingt ihn, den katholischen Glauben anzunehmen. Bei der ersten Gelegenheit ergreift er die Flucht.
Fünfmal wechselt er seinen Glauben, er kämpft und taktiert. Er will das Feld nicht denen überlassen, die weder Gewissen noch Menschlichkeit kennen. Auf seinem Weg zum Thron reift er zu einem Monarchen, der sich als einer der Ersten einen wahren Humanisten nennen darf.

Im Anschluss an den Film wurden auf der Bühne der Lichtburg noch die an dem Film beteiligten Personen gewürdigt, die es trotz des Unwetters bis nach Essen geschafft hatten. Ulrich Wickert übernahm nun die Moderation.

Moderator Ulrich Wickert

Filmregisseur und Drehbuchautor Jo Baier

ChrisTine Urspruch

NRW Ministerpräsident Jürgen Rüttgers

Keine Kommentare: